Rettungshunde – Ausbildung

  • Mit großer Sorgfalt widmen wir uns der Ausbildung unseres Nachwuchses.

    Beginnen kann man die Ausbildung zum Rettungshund bereits im Welpenalter. Spielerisch wird der Hund auf seine zukünftige Aufgabe vorbereitet, wobei besonders darauf geachtet wird, altersadäquat vorzugehen und den Hund keinesfalls zu überfordern.

    Der zukünftige Rettungshund muss absolut menschenfreundlich sein und verträglich mit seinen Artgenossen umgehen können. Es gibt keine bevorzugte Rasse für die Rettungshundearbeit, doch sollte der Hund von mittlerer Größe sein und zur Arbeit motivierbar sein.

    Im Training lernt der Hund, dass es Spaß macht, Menschen zu finden. Die gefundene Person belohnt den Hund mit Spielzeug, Futter oder mit dem Clicker. So wird der Hund motiviert, eine versteckte Person zu suchen und zuverlässig anzuzeigen. Uns ist es wichtig, dass die Hunde freudig, zuverlässig und in gewissem Maße auch selbstständig arbeiten.

    Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen der Hund und sein Hundeführer. Und so ist es uns wichtig, für jedes Team die geeignete Ausbildungsform zu finden, was bedeutet, dass das Trainingsprogramm sehr individuell gestaltet wird.

    Von den verschiedenen Anzeigearten wie Bellen, Bringseln und Freiverweisen wird je nach Begabung und Vorliebe des Hundes mindestens eine erlernt.

    Es wird aber nicht nur der Hund ausgebildet, sondern auch der Hundeführer muss viel lernen. Bereiche wie Erste Hilfe an Mensch und Hund, Abseiltechnik, Funkkunde, Orientierung mit Karte und Kompass sowie mit GPS, Einsatztaktik, Trümmerkunde und vieles mehr müssen in Theorie und Praxis beherrscht werden und erfordern vom Hundeführer sehr viel Engagement.

    Rettungshundearbeit ist zwar kein Leistungssport, aber mehrstündige Fußmärsche bei unterschiedlichsten Witterungsbedingungen in unwegsamem Gelände sind durchsaus üblich. Aber nicht nur physische Belastbarkeit sondern auch ein gewisses Maß an psychischer Belastbarkeit des Hundeführers ist notwendig. Vor allem Trümmereinsätze im Ausland nach Erdbeben oder ähnlichen Katastrophen können für das Suchteam eine große Belastung darstellen.

    Bis zur Einsatzfähigkeit eines Suchteams vergeht eine arbeitsintensive Zeit.

    Bei zwei bis drei Trainingstagen pro Woche muss man eine Ausbildungszeit von eineinhalb bis zwei Jahren planen.

    Bevor sich jemand zur Rettungshundearbeit entschließt, sollte er sich darüber im Klaren sein, dass es sich bei der Mitarbeit in einer Rettungshundestaffel um eine ehrenamtliche Tätigkeit handelt, die mit großem Zeit- und Kostenaufwand verbunden ist. Keinesfalls darf diese Tätigkeit als Zeitvertreib oder Hobby betrachtet werden, vielmehr muss sich jeder der enormen Verantwortung bewusst sein und damit umgehen können.

  • Ein Bereich der Rettungshundearbeit ist die sogenannte Flächensuche dabei lernt der Hund, in unterschiedlichem Gelände mit verschiedenster Vegetation jeden menschlichen Geruch aufzunehmen und seinem Hundeführer zu melden. Dafür kann der Hund entweder bellen, freiverweisen oder bringseln.

    Bei der bellenden Anzeige ist es wichtig, dass der Hund beim Vermissten anhaltend bellt, so lange, bis der Hundeführer bei ihm ist. Der Hund kann aber auch zwischen Opfer und Hundeführer hin und her pendeln bzw. durch Aufnahme eines Bringsels seinem Führer mitteilen, dass er jemanden gefunden hat und ihn danach zur vermissten Person führen.

  • Auf Trümmern muss der Hund lernen, mit Dunkelheit, unangenehmem Untergrund, fremden Gerüchen, Lärm und anderen Ablenkungen umzugehen. Sein einziges Interesse darf der Suche und dem Anzeigen von lebenden Menschen gelten. Dieses Anzeigen muss durch Bellen und sogenanntes Eindringverhalten möglichst punktgenau erfolgen.
  • Auch im Bereich Mantrailing haben wir Erfahrungen gesammelt und manche unserer Hunde werden mit Hilfe eines Geruchsträgers gezielt zur Suche eingesetzt, wenn der Abgangspunkt der vermissten Person bekannt ist. Bei dieser Suchart folgt der Hund dem Individualgeruch der Person und ist imstande eine Person aus einer Menschengruppe herauszufinden.

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